JAPANISCHER WHISKY

JAPANISCHER WHISKY In Japan wird schon seit Ende des 19. Jahrhunderts hochwertiger Whisky produziert und getrunken. Somit kann Japan auf eine lange Tradition im Bereich der Whiskyherstellung zurückblicken. Dabei haben sich die Japaner bei der Herstellung an den Schotten orientiert. Die erste in Japan gebaute Destillerie wurde von Shinjiro Torii in Yamazaki einem Vorort von Kyoto errichtet und 1923 in Betrieb genommen. Zu den bekanntesten japanischen Whiskys gehören der Yamazaki, der Yoichu und der Hakushu. Yamazaki gilt dabei als älteste Brennerei Japans, dem Inselstaat mit einer Nord-Südausdehnung von ca. 1.300 km. Sie wurde 1923 gegründet und gehört mittlerweile zur Suntory Gruppe, die auch Marken wie Jim Beam und Bowmore vereint. Aufgrund der klimatischen Bedingungen kann hier sehr guter Whisky destilliert werden. Im Norden Japans ist das gemäßigte Klima vorherrschend, ähnlich wie in unseren Breitengraden, mit teilweise kalten Wintern und warmen Sommern, im Süden hingegen das subtropische Klima. Die Yamazaki Brennerei befindet sich im Südwesten Japans, wo die milden Winter und heißen Sommer dominieren. Hier wird seit nahezu 100 Jahren Whisky hergestellt.

Eine weitere namhafte Whiskybrennerei (Nikka) wurde in den frühen 1930er Jahren auf der nördlichen Insel Hokkaido gegründet. Hier ist das Klima ähnlich wie in Schottland. Raue, kalte Winter und warme Sommer sorgen für eine gute Reifung der Whiskys. Anders als in Taiwan oder Indien nimmt der Reifeprozess des Destillats deutlich mehr Zeit in Anspruch, wodurch die Verkaufspreise maßgeblich beeinflusst werden. Dem Absatz japanischer Spirituosen hat das bisher keineswegs geschadet. Whisky aus Japan erfreut sich nach wie vor größter Beliebtheit und wird in die ganze Welt exportiert.

In den letzten Jahren hat es eine weltweite Verknappung von Whisky gegeben, von denen auch die japanischen Whiskys betroffen sind. Der russische, asiatische und südamerikanische Raum hat diese Spirituose für sich erkannt, steigende Löhne und einhaltender Wohlstand lässt die Nachfrage im allgemeinen kontinuierlich steigen. Das führte vor allem in Europa zu Lieferengpässen und steigenden Preisen, wobei ein Ende immer noch nicht in Sicht ist.